Manege mit selbst gebauter Torwand bei der Kiezolympiade im Kosmosviertel
Manege mit selbst gebauter Torwand bei der Kiezolympiade Kosmosviertel
Bei der Kiezolympiade im Kosmosviertel (Altglienicke) war die Manege gGmbH Treptow-Köpenick mit einem eigenen Angebot vertreten.
Die Kiezolympiade, ein niedrigschwelliges Bewegungs- und Begegnungsangebot für alle Anwohnerinnen des Stadtteils, bringt Menschen durch Bewegung zusammen. Dabei gilt es in Zweierteams an insgesamt 13 unterschiedlichen Stationen sportliche und spielerische Herausforderungen zu meistern. Die Zusammensetzung der Teams ist gemischt: Jung und Alt, Nachbarn und Freunde, Eltern und Kinder. Ziel war es, mindestens 9 Stationen erfolgreich zu absolvieren und dafür Stempel auf einer persönlichen Karte zu sammeln, um am Ende mit einer Medaille belohnt zu werden.
Im Vordergrund stand bei dieser besonderen Olympiade vor allem der Spaß an Bewegung, das gemeinsame Erleben sowie das Kennenlernen neuer Sport- und Spielformen. Die Manege beteiligte sich mit einer selbstgebauten Torwand, die nicht nur klassisch mit dem Fußball genutzt wurde, sondern bewusst vielseitig einsetzbar war. So konnten die Teilnehmenden versuchen, mit unterschiedlichen Wurf- und Spielgeräten, darunter Fußbälle, Handbälle, American Footballs oder sogar Frisbees, die Öffnungen der Torwand zu treffen. Dieser kreative Ansatz spricht unterschiedliche motorische Fähigkeiten an und macht die Station zugänglich für unterschiedliche Altersgruppen und Interessen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag bereits im Vorfeld auf dem gemeinsamen Bau der Torwand, der als eigenständiger pädagogischer Prozess gestaltet wurde. Zunächst wurden Skizzen angefertigt, eine Materialliste erstellt, sowie eine grobe Kalkulation durchgeführt. Am 13.04.2026 erfolgte die Beschaffung der Materialien, bevor am 15.04.2026 gemeinsam mit Jugendlichen mit dem Bau begonnen wurde. Bis zum Start der Kiezolympiade am 24.04.2026 arbeiteten die Jugendlichen an mehreren Nachmittagen jeweils etwa zwei Stunden an der Umsetzung.
Am gesamten Bauprozesses waren immer mindestens zwei Jugendliche beteiligt, die mit großem Engagement und sichtbarer Freude an der handwerklichen Tätigkeit mitwirkten. Sie erlernten dabei praktische Fähigkeiten wie das Messen, Anzeichnen, Sägen, Bohren und Schleifen sowie den sicheren Umgang mit Werkzeugen wie Stichsäge und Akkuschrauber. Auch gestalterische Aspekte wie das Streichen und die finale Ausgestaltung der Torwand wurden gemeinsam umgesetzt. Besonders motivierend war für die Jugendlichen, das fertige Ergebnis am Ende selbst auszuprobieren und die Funktionsfähigkeit „ihrer“ Torwand zu testen.
Am Tag der Kiezolympiade wurde die Station von den Teilnehmenden sehr gut angenommen. Die offene und spielerische Gestaltung lud zum Ausprobieren ein und förderte sowohl Bewegung als auch Interaktion zwischen den Teilnehmenden. Gleichzeitig bot sich für die Manege die Möglichkeit, mit Anwohner*innen ins Gespräch zu kommen und die eigene Arbeit vorzustellen.
Aus pädagogischer Sicht verbindet das Projekt mehrere zentrale Zielsetzungen: Zum einen wird durch die Teilnahme an der Kiezolympiade ein Zugang zu Bewegung, Spiel und sportlicher Aktivität geschaffen, der niedrigschwellig und inklusiv gestaltet ist. Zum anderen fördert bereits der Bauprozess der Torwand wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, Durchhaltevermögen, Selbstwirksamkeit und handwerkliche Fähigkeiten. Die Jugendlichen erleben, dass sie gemeinsam etwas umsetzen und erfolgreich abschließen können. Insgesamt war die Teilnahme an der Kiezolympiade und der damit verbundene Torwandbau ein voller Erfolg. Somit wurden praktische Bildungsarbeit, soziale Teilhabe und Bewegungsförderung auf eine niedrigschwellige und nachhaltige Weise verbunden.
Text und Fotos: Manege gGmbH
