Gemeinsam für den Kiez: Jugendliche gestalten das 15. Kiezfest im Kosmosviertel mit
Das 15. Kiezfest im Kosmosviertel in Altglienicke brachte auch in diesem Jahr zahlreiche Vereine, Träger, Ehrenamtliche sowie Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Kiez zusammen. Aufgrund der extremen Witterungsbedingungen musste das Fest zwar verkürzt werden, dennoch war die Beteiligung groß und die gemeinschaftliche Atmosphäre im Quartier deutlich spürbar.
Eine besondere Rolle übernahmen dabei Jugendliche aus der Manege, die sich aktiv beim Auf- und Abbau des Festes beteiligten. Sie halfen beim Transport von Materialien, bauten die verschiedenen Bereiche mit auf und sorgten auch nach Veranstaltungsende mit dafür, dass der Platz wieder ordentlich hergerichtet war. Dieser Einsatz der Jugendlichen war weit mehr als nur praktische Unterstützung: Die jungen Menschen erlebten, dass ihre Hilfe gebraucht und wertgeschätzt wird und sie selbst einen sichtbaren Beitrag zum Gelingen einer Veranstaltung in ihrem Wohnumfeld leisten können.
Aus pädagogischer Sicht sind solche Beteiligungsmöglichkeiten besonders wertvoll. Verantwortung zu übernehmen, Absprachen einzuhalten und gemeinsam mit anderen an einer konkreten Aufgabe zu arbeiten stärkt Selbstständigkeit, Verlässlichkeit und soziale Kompetenzen. Gleichzeitig entstehen Kontakte zu anderen Menschen und Einrichtungen im Kiez. Die Jugendlichen erleben sich dabei nicht nur als Besucher eines Angebotes, sondern als aktive Mitgestalter ihres Sozialraums.
Die verschiedenen kreativen Angebote für Kinder und Jugendliche wurden trotz der verkürzten Festdauer gut angenommen wurden. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Neben selbstgebackenem Kuchen gab es Bratwürstchen und verschiedene Getränke. Viele der Angebote wurden durch das Engagement der beteiligten Einrichtungen und Ehrenamtlichen ermöglicht.
Auch wenn das Wetter nicht richtig mitspielen wollte, zeigte das 15. Kiezfest erneut, wie wichtig gemeinschaftliche Veranstaltungen im Kosmosviertel sind. Besonders die aktive Einbindung der Jugendlichen machte deutlich, wie niedrigschwellige Beteiligung funktionieren kann: durch konkrete Aufgaben, Vertrauen und die Möglichkeit, Verantwortung für etwas Gemeinsames zu übernehmen.
Text: David Behrle; Foto: David Behrle
