Don-Bosco-Fest in der Manege: Junge Menschen im Mittelpunkt
An den letzten Januartagen stand bei der Manege gGmbH alles im Zeichen des Don-Bosco-Fests. Mit Angeboten für Jugendliche und Mitarbeitende sowie einem öffentlichen Fachimpuls wurde deutlich, wie aktuell die Gedanken und die Haltung Don Boscos für die Arbeit mit jungen Menschen heute sind.
Don-Bosco-Parcour mit Spielen und Quiz
Den Auftakt bildete am Donnerstag ein interner Aktionstag für die Jugendlichen der Manege. Bei einem „Don-Bosco-Parcours“ setzten sich die Teilnehmenden aus den verschiedenen Projekten spielerisch und aktiv mit Leben und Wirken Don Boscos auseinander. An unterschiedlichen Stationen konnten sie ihr Wissen in einem Quiz testen, sich sportlich betätigen oder an kooperativen Spielangeboten teilnehmen. Der Parcours bot nicht nur Abwechslung vom Alltag, sondern machte erfahrbar, wofür Don Bosco bis heute steht: Vertrauen, Ermutigung und Respekt für die Persönlichkeit junger Menschen.
Fortbildung: junge Menschen in unsicheren Zeiten begleiten
Am Nachmittag beschäftigten sich die Mitarbeitenden der Manege in einer internen Fortbildung unter Leitung von Stefan Bauer, Leiter des Jugendpastoralinstitutes Benediktbeuern (JPI), mit den Leitmotiven Don Boscos und diskutierten, wie diese unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen gelebt werden können. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie junge Menschen in einer Zeit wachsender Unsicherheiten verlässlich begleitet und unterstützt werden können – ein Thema, das die tägliche Arbeit der Manege prägt. „Unsere Arbeit braucht heute mehr mutige Initiativen!“, fasst eine Teilnehmerin an der Fortbildung den Nachmittag zusammen.
Fachimpuls: Lebensrealität junger Menschen in der Krise
Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, besonders für Jugendliche in Übergangssituationen, standen auch im Mittelpunkt des öffentlichen Don-Bosco-Fests am Freitag. Dominik Ringler, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe (AGJ) und Mitglied im Sachverständigenrat für den 17. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung, stellte zentrale Ergebnisse des aktuellen Berichts vor.
Unter dem Leitmotiv „Zuversicht braucht Vertrauen“ beschreibt der Bericht Jungsein heute als Alltag unter hohem Erwartungs- und Leistungsdruck, geprägt von Krisenerfahrungen, Unsicherheiten und ungleichen Teilhabechancen. Damit richtet der Bericht den Blick ausdrücklich auf die Lebensrealität junger Menschen in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche. Die Ergebnisse und Impulse wurden im anschließenden Austausch mit Fachkräften aus Jugendhilfe, Bildung und Förderstrukturen vertieft.
Damit griff das Don-Bosco-Fest zentrale Anliegen auf, die auch das Don Bosco Werk in Deutschland in diesem Jahr besonders betont: Junge Menschen sind nicht nur die Zukunft, sondern auch die Gegenwart. Sie haben ein Recht auf ein gerechtes Aufwachsen, auf Unterstützung und auf gesellschaftliche Teilhabe.
Ausklang mit Gesprächen und Gottesdienst
Nach dem fachlichen Austausch hatten die Teilnehmenden am Freitag Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen sowie zu Informationen über Projekte und aktuelle Veränderungen im Don-Bosco-Café in der Manege. Der Tag fand seinen Ausklang in einem gemeinsamen Gottesdienst mit der Kinder- und Jugendkantorei Marzahn.
Das Don-Bosco-Fest an der Manege machte deutlich, dass die Impulse Don Boscos nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Eine verlässliche Begleitung, Vertrauen und echte Teilhabe bleiben zentrale Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen ihren Platz in der Gesellschaft finden können. Dafür setzt sich die Manege gGmbH in Don-Bosco-Zentrum Marzahn aber auch an den anderen Standorten in Treptow-Köpenick, Hellersdorf und Reinickendorf jeden Tag ein.
Text: Julia Ritter; Fotos: Levin Tröster
