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Einmal Landleben und zurück: Marzahner Jungerwachsene erproben das Leben auf einem Bauerngut

Veröffentlicht am: 02. Dezember 2015

Berlin - „Das habe ich mir ganz anders vorgestellt! Coole Sache auf jeden Fall!“, so die Worte einer Teilnehmerin über ein externes Praktikum nahe Templin, das im Rahmen der Aktivierungshilfe NeO der Manege gGmbH Berlin stattgefunden hat. Ziel der dreitägigen Exkursion Anfang Oktober war die „Alte Gärtnerei“ Annenwalde – dort wurde für ein ausgewogenes Programm zwischen Arbeit auf dem Bauernhof und Freizeit seitens des pädagogischen Teams und dem Besitzer des Gutes gesorgt.

Bereits bei der Anreise war die Motivation hoch und die Neugierde groß, wie es denn sei, in dieses unbekannte Leben, fern von Straßenlärm und Menschenmassen, abzutauchen. Viele fragende und erwartungsvolle Gesichter waren zu sehen und die Vorstellungen, was denn die nächsten Tage bringen würden, konnten nicht unterschiedlicher sein. Zentrales Thema waren vor allem die dort zu pflegenden Tiere aber auch all die anderen Aufgaben, die an den Tagen zu verrichten wären. Dies sorgte für interessante und bereichernde Gespräche zwischen den Teilnehmern und dem sozialpädagogischen Team der Manege.

Bei Ankunft wurden die Zimmer bezogen und gemeinsam in großer Runde der Ablauf für die kommenden Tage entwickelt und beschlossen. Die Beteiligung und die Kreativität der Teilnehmer_innen standen dabei im Vordergrund. Nach kurzer Einführung in die beschlossene Planung konnte es dann auch schon losgehen. Ein kurzer Einkauf für das leibliche Wohlergehen durfte nicht vergessen werden. Anschließend ging es mit dem Traktor in die nahe gelegene Baumaufzuchtanlage, die speziell für Weihnachtsbäume errichtet - von anderen Teilnehmer_innen des Holzbereiches des Projektes UnI der Manege gGmbH zu einem früheren Zeitpunkt angelegt wurde. Die Motivation war hoch, das begonnene Werk zu erhalten und  für das Überleben der Bäume zu sorgen. Trotz mühseliger Tätigkeit waren alle Anwesenden beim gemeinsamen Abendessen zufrieden und froh, an diesem Projekt teilnehmen zu können und einen wichtigen Beitrag im Team leisten zu dürfen.

Der zweite Tag sollte so froh beginnen, wie der Erste endete. In der Früh von der Sonne und dem Ruf der Hähne aufgeweckt, ging es zum gemeinsamen Frühstück und zur kurzen Besprechung des Tages, sowie zur Reflektion der bisherigen Erlebnisse. So langsam bekamen die Teilnehmer_innen einen Einblick in die beschwerliche Arbeit, die es zu leisten gilt, wenn man auf dem Land leben will. Die Stunden vergingen wie im Flug und die Vorfreude auf das Abschlussgrillen am Lagerfeuer konnte die Motivation noch einmal steigern. Spontan wurde entschieden, dass man für ein reichhaltiges Mahl am Abend noch Waldpilze benötige. Kurzerhand wurden Teams gebildet und die Ausbeute überraschte alle gleichermaßen – sogar eine Blindschleiche verirrte sich in die mit Pilzen gefüllten Eimer. Noch schnell Holz sammeln und den Teig für die Stockbrote zubereiten und dann  konnte der Grillspaß beginnen. Während die Pilzbeilage in der Küche zubereitet wurde, kümmerten sich andere aus der Runde um das Errichten des Lagerfeuers. Jetzt nur noch den Tisch eingedeckt und schon konnte der Tag gemütlich und entspannt ausklingen. Glückselig und zufrieden verging der Abschluss viel zu schnell – ein Blick in die Gesichter verriet, dass alle ein wenig traurig waren, am nächsten Tag wieder abreisen zu müssen.

Am letzten Tag schwankte die Stimmung zwischen Zufriedenheit über das Geleistete und Wehmut über den Abschied von diesem anderen aber auch schönen Leben fern von Sorgen und Nöten. Alles in allem war der Versuch gelungen, sich auf die Gegebenheiten vor Ort einzulassen. Der Abschied fiel schwer, aber bei Ankunft in Berlin konnte letztlich eine Menge über das Erlebte berichtet werden. Es besteht, so die einhellige Meinung, auf jeden Fall Wiederholungsbedarf!

Lars Sebastian, Sozialpädagoge (B.A.), Team NeO, Manege gGmbH Berlin

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Film: Bundeskanzlerin zu Besuch
Jugendprojekt "Manege"

Kanzlerin #Merkel beim Friseur. Keine Promi-Vorher-Nachher-Show, sondern ein besonderer Einblick in Berufsorientierung für Jugendliche. Wenn Schul- und Lebensweg nicht geradeaus führen, hilft die „Manege“, ein besonderes Jugendprojekt in Berlin: http://bpaq.de/fb_manege. So auch Sophie und Maximilian. Respekt! http://bpaq.de/fb-respekt_bmas.

Posted by Bundesregierung on Dienstag, 29. März 2016

Die Bundesregierung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch am 22. März 2016 in der "Manege" mit der Kamera begleitet. Das Facebook-Video gibt einen besonderen Einblick in die Arbeit vor Ort.

Quelle: www.facebook.com/Bundesregierung

Film: "Projekt ist hier immer"

Sr. Margareta Kühn über die Arbeit der "Manege".

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